Bildstreifen Messe

1) Ablauf:

  • Alle Vereinbarungen, die eine Eigentumsübertragung einer Immobilie betreffen, und eine Änderung des Grundbuchs bewirken, müssen durch einen Notar beurkundet werden, ansonsten sind sie nichtig. Absichtserklärungen (letter of intend) werden im deutschen Immobilienrecht nicht berücksichtigt. Der Notar prüft alle Unterlagen, einschließlich die Personalien sowie Erwerbervollmachten (wenn eine Person als Vertreter handelt) Der Notar liest dann den Kaufvertrag beiden Parteien laut vor. Wenn eine der Parteien nicht Deutsch spricht, wird ein Übersetzter hinzugezogen um sicher zu stellen, dass beide Parteien die Kaufvertragsinhalte verstehen.
  • Der Kaufvertrag wird vom Verkäufer, Erwerber und dem Notar unterschrieben. Mit dem Unterschreiben des Kaufvertrages vor dem Notar bestätigen beide Parteien, dass sie von Gesetzes wegen mit den Kaufvertragsinhalten einverstanden sind.
  • Nach Kaufvertragsabschluss sendet der Notar eine Abschrift an das zuständige Grundbuchamt. Die Grundbuchänderungen können einige Zeit in Anspruch nehmen.
  • Nachdem der Verkäufer bestätigt hat, dass der Kaufpreis bezahlt wurde, weist der Notar die Eigentumsübertragung an.
  • In der Regel werden alle Erwerbsnebenkosten (z. B. Maklergebühren, Grunderwerbsteuer, Notarkosten und Grundbuchgebühren, Dolmetscher, Rechtanwalt) vom Erwerber übernommen. Diese Kosten sollten bei der Kalkulation berücksichtigt werden.

2) Bestehende Mietverträge

  • Nach dem deutschen Gesetz bleiben laufende Mietverträge bestehen und werden automatisch auf den Erwerber der Immobilie übertragen.
  • Erwerbern sollte bewusst sein, dass sie nicht ohne weiteres bestehende Mietverträge kündigen können, nur weil sie eine Gewerbeeinheit oder Wohnung erworben haben.

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