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Kaufnebenkosten

 

Kaufnebenkosten beim Immobilienkauf

 

1. Wie hoch sind Kaufnebenkosten?

Die Kaufnebenkosten setzten sich aus mehreren Teilbeträgen zusammen:

a) Notar

Es gibt eine Gebührenordnung in der steht , wie hoch die Notargebühren sind. Diese belaufen sich auf ca. 1 - 1,5% vom Kaufpreis. Dafür erstellt der Notar den Kaufvertrag, führt die Beurkundung durch und bestellt zudem die Grundschuld, wenn dies nötig ist (siehe Artikel: Beurkundung eines Immobilienkaufvertrags).

 b) Grundbuchamt

Das Grundbuchamt trägt die Auflassungsvormerkung ein und später den neuen Eigentümer. Die Kosten dafür belaufen sich auf ca. 0,5% vom Kaufpreis.

c) Grunderwerbsteuer

Die Grunderwerbsteuer ist Ländersache. D.h. sie variiert von Bundesland zu Bundesland. Aktuell liegt sie zwischen ca. 3,5-6,5%. In Berlin werden bspw. 6% veranschlagt und in Bayern 3,5% (siehe Artikel: Grunderwerbsteuer).

d) Makler

Auch dieser Posten wird von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich ausgelegt und umgesetzt. In der Regel erhält der Makler eine Provision von ca. 7,14% inkl. MwSt. des Kaufpreises.

In Süddeutschland ist es üblich, dass sich Käufer und Verkäufer die Provision teilen. In Berlin und Norddeutschland ist es im Moment noch üblich, dass Käufer die volle Maklerprovision bezahlt. Dies wird sich mit der Umsetzung des Bestellerprinzip ändern. In Zukunft wird auch hier nur die Hälfte an Provision für den Käufer anfallen.

 

Fast man diese Kosten alle Zusammen kommt man auf eine Spanne von ca. 9-15%

 

2. Wer muss diese Kaufnebenkosten zahlen?

Der Käufer muss diese in der Regel aus Eigenmitteln aufbringen.

Auch wenn es im Moment bei guter Bonität einfach ist eine 100% Finanzierung zu bekommen (heißt, dass die Bank den kompletten Kaufpreis finanziert) muss  man die Kaufnebenkosten selbst bezahlen, denn diese kann man im Normalfall nicht mitfinanzieren.

Tipp Nr. 1

Wenn man im Kaufvertrag den Wert des mitverkauften Inventars angibt, wird Grundsteuer gesenkt.

Bsp. wenn man einen Kaufvertrag über 100.000€ abschließt und Küche/Inventar im Wert von 20.000€ im Kaufvertrag ausgewiesen sind, muss nur auf die 80.000€ Grunderwerbsteuer gezahlt werden (bei 6% sind das nur 4.800€ anstelle von 6.000€).

Tipp Nr. 2

Wenn man die anteilige Instandhaltungsrücklage im Kaufvertrag ausweist, dann wird der Betrag, auf den die Grunderwerbsteuer anfällt, ebenfalls gesenkt (siehe Tipp 1).

 

Zusammenfassung:

Die Kaufnebenkosten liegen in der Regel ca. zwischen 9-15% und sind meistens vom Käufer zu tragen.
Sie setzten sich aus Teilbeträgen zusammen die für den Notar, das Grundbuchamt, den Makler und Grunderwerbssteuer anfallen.

 

NT youtube

Unser Kollege Nicolas Tietz hat hierzu ein sehr sehenswertes und informatives Video gedreht. Der oben aufgeführte Link leitet Sie zu dem YouTube-Beitrag weiter.
 
Viel Spaß beim Anschauen!

 

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