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Kaufnebenkosten

 

Wie wirkt sich Corona auf die Berliner Immobilienpreise aus?

 

Die seit Ende März 2020 in Deutschland geltenden Kontaktbeschränkungen haben auch Auswirkungen auf den Immobilienmarkt. Besichtigungstermine sind nicht mehr so einfach möglich und Interessenten sagen aus Angst vor einer Ansteckung Besichtigungstermine ab.


Auch die wirtschaftliche Situation vieler Menschen hat sich verändert. Bei einigen Selbständigen sind die Umsätze eingebrochen und manche Firmen haben ihre Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt. Nicht unbedingt erforderliche Investitionen werden so möglicherweise aufgeschoben.

 

Welche Auswirkungen zeigt dies nun alles auf die Immobilienpreise?

Gewerbeimmobilien sind von den aktuellen Kontaktbeschränkungen besonders betroffen. Viele Geschäfte dürfen für mehrere Wochen oder Monate nicht öffnen. Einige haben Ihre Mietzahlungen reduziert oder sogar eingestellt, da der Umsatz teilweise komplett ausgefallen ist. Auch wenn sich die Situation jetzt langsam bessert, werden die Auswirkungen noch einige Zeit nachwirken, da wenn überhaupt nur eine bestimmte Anzahl an Personen ein Geschäft betreten darf. So wird es noch mehrere Monate dauern, bis der Umsatz wieder ein normales Niveau erreicht. Daher ist die Nachfrage nach Gewerbeimmobilien zum Kauf besonders stark eingebrochen, schon deshalb, weil keine Bank eine Immobilie finanziert, in der der Mieter keine oder nur eine verminderte Miete bezahlt. (Solange jedoch ein Vermieter nicht in finanzielle Schwierigkeiten kommt, werden trotzdem die Preise nicht fallen, da er einen möglichen Verkauf dann einfach verschieben wird.) Den letzten Satz habe ich im Video rausgelassen, da ich das nicht glaube, dass viele das ganz ohne Probleme abwarten können.

Ähnlich ist die Situation bei vermieteten Wohnungen. Für Mieter wurde sogar ein Gesetz verabschiedet, dass selbst wenn ein Mieter ab dem 1. April bis Ende Juni 2020 seine Miete nicht bezahlen kann, der Vermieter nicht wie sonst üblich, wegen Zahlungsverzug kündigen kann. Die Miete wird dem Mieter zwar nicht erlassen, aber gestundet. Er hat bis zum 30. Juni 2022 Zeit, die ausstehende Miete zu bezahlen. In Berlin kommt die besondere Situation hinzu, dass durch den am 23. Februar 2020 in Kraft getretenen Mietendeckel nach dem Gesetz überhöhte Mieten abgesenkt werden müssen. Da für einen Kapitalanleger der Ertrag im Vordergrund steht, kann dies Druck auf vermietete Wohnungen auslösen und zu geringeren Kaufpreisen führen.

Die geringsten Probleme wird ein Immobilieneigentümer mit dem Verkauf einer bezugsfreien Wohnung haben. Hierfür wird es insbesondere in Großstädten weiterhin eine hohe Nachfrage geben. Wirtschaftliche Probleme können natürlich dazu führen, dass die Nachfrage nicht mehr ganz so groß ausfällt, wie in den vergangenen Jahren. Aber die Nachfrage wird weiterhin größer sein als das Angebot. Die Kaufpreise werden nicht mehr ganz so stark steigen, wie dies in den letzten Jahren der Fall war, aber wertstabil bleiben.

Wie schon nach der Finanzkrise 2008/2009 könnte es sein, dass die Immobilie ein sicherer Hafen für die Geldanlage bleibt. Damals haben die Immobilienpreise Jahr für Jahr an Fahrt aufgenommen und teilweise bis zu 2-stellige Preissteigerungsraten geführt. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass insbesondere in Krisen, Sachanlagen wie Immobilien und Gold gefragt sind.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass außer in machen Teilbereichen, die Immobilie nach unserer Meinung weiterhin preisstabil bleiben und auf langfristige Sicht sogar wieder zu Preissteigerungen führen wird.

 

NT youtube

Unser Kollege Nicolas Tietz hat hierzu ein sehr sehenswertes und informatives Video gedreht. Der oben aufgeführte Link leitet Sie zu dem YouTube-Beitrag weiter.
 
Viel Spaß beim Anschauen!

 

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