Viele Kaufinteressierte fühlen sich angesichts von Begriffen wie Zinsbindung, Tilgung oder Zinsentscheidung der EZB schnell überfordert. Dabei ist es gar nicht so kompliziert: Mit dem richtigen Wissen und etwas Vorbereitung lässt sich die passende Finanzierung gut planen.
Finanzielle Grundlagen und realistische Immobilienziele
Bevor man in Berlin und Umgebung nach einer passenden Immobilie Ausschau hält, ist es unerlässlich, die eigenen finanziellen Kapazitäten genau zu prüfen. „Das Eigenkapital ist dabei ein entscheidender Faktor – je mehr man einbringen kann, desto besser die Kreditbedingungen“, erklärt Klaus Koeppl, Geschäftsführender Gesellschafter von KOEPPL Immobilienlotse GmbH. Es wird empfohlen, dass mindestens 20 bis 30 Prozent des Kaufpreises inklusive der Nebenkosten, welche oft 10 Prozent des Kaufpreises erreichen, aus eigenen Mitteln gestemmt werden sollten. Zu den Nebenkosten zählen beispielsweise die Grunderwerbsteuer, Notargebühren und die Maklerprovision.
Ein zu niedrig angesetztes Budget kann später finanzielle Schwierigkeiten verursachen. „Es ist ratsam, frühzeitig eine präzise Budgetplanung zu machen, um festzustellen, wie viel Geld nach Abzug aller Ausgaben monatlich für die Kreditrückzahlung zur Verfügung steht“, so Koeppl.
Verständnis von Finanzierungsbegriffen
Nachdem man einen Überblick über sein Budget gewonnen hat, beginnt die Suche nach dem passenden Darlehen. Hierbei begegnet man Fachbegriffen, die wichtig zu verstehen sind. Die Zinsbindung legt fest, wie lange der Zinssatz unverändert bleibt, üblicherweise sind das zehn bis zwanzig Jahre. In dieser Zeit ändert sich die monatliche Belastung nicht.
Die Tilgung ist der Teil der Rate, der für die Rückzahlung des Darlehens verwendet wird. Eine höhere Tilgungsrate führt zu einer schnelleren Entschuldung. Die Annuität ist die monatliche Rate, die aus Zins und Tilgung besteht. „Eine sorgfältige Abstimmung von Zinssatz, Tilgungsrate und Laufzeit ist essentiell, um die Finanzierung auch bei zukünftigen Zinssteigerungen tragbar zu halten“, betont Koeppl.
Nutzen staatlicher Fördermöglichkeiten
Wer in Berlin ein Eigenheim erwerben oder bauen möchte, sollte auch mögliche staatliche Förderungen prüfen. Die KfW-Bank unterstützt beispielsweise mit vergünstigten Darlehen oder Zuschüssen für energieeffizientes Bauen. Darüber hinaus bieten einige Bundesländer zusätzliche Förderungen für Familien oder bestimmte Einkommensgruppen an.
Insbesondere junge Käufer mit geringem Eigenkapital können von speziellen Angeboten profitieren. „Eine frühzeitige Information und Antragstellung, noch bevor der Kaufvertrag unterzeichnet wird, ist entscheidend“, rät Koeppl. Ein unabhängiger Finanzberater kann dabei unterstützen, geeignete Förderprogramme zu finden und in die Gesamtfinanzierung einzubinden.
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Hinweise
In diesem Text wird aus Gründen der besseren Lesbarkeit das generische Maskulinum verwendet. Weibliche und anderweitige Geschlechteridentitäten werden dabei ausdrücklich mitgemeint, soweit es für die Aussage erforderlich ist.
Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall dar. Bitte lassen Sie die Sachverhalte in Ihrem konkreten Einzelfall von einem Rechtsanwalt und/oder Steuerberater klären.
Foto: © Wordliner/Bild generiert mit Sora (OpenAI)
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