Kaufinteressenten übersehen oft, dass beim Immobilienerwerb neben dem reinen Kaufpreis zusätzliche Kosten anfallen. Diese Nebenkosten sind nicht immer auf den ersten Blick ersichtlich und können die Gesamtausgaben erhöhen.
Zusätzliche Ausgaben, die über den eigentlichen Kaufpreis einer Immobilie hinausgehen, werden häufig unterschätzt. In Deutschland liegen diese Kosten im Vergleich zu anderen Ländern auf einem relativ hohen Niveau und können zwischen 10–15 % des Kaufpreises ausmachen.
Erwartbare Zusatzkosten beim Immobilienerwerb
Beim Erwerb von Immobilien in Deutschland müssen Käufer mit verschiedenen Gebühren rechnen, die je nach Kaufpreis, Bundesland und ob es sich um einen Neubau oder einen Bestandskauf handelt, variieren. Klaus Koeppl, Geschäftsführender Gesellschafter von KOEPPL Immobilienlotse GmbH, erklärt: „Die größten Kostenblöcke sind die Grunderwerbsteuer, die je nach Bundesland zwischen 3,5 und 6,5 Prozent liegt, sowie Notar- und Grundbuchkosten, die in der Regel 1,5 bis 2 Prozent des Kaufpreises betragen.“ Insgesamt können die Kaufnebenkosten in Deutschland, wie Koeppl weiter ausführt, bis zu 10–15 % des Kaufpreises ausmachen, was im internationalen Vergleich hoch ist. Bei einem Immobilienwert von 300.000 Euro in Berlin oder Umgebung können somit Nebenkosten von etwa 30.000 bis 45.000 Euro entstehen.
Zusammensetzung der typischen Nebenkosten
Die Kaufnebenkosten bestehen aus verschiedenen Komponenten, die prozentual zum Kaufpreis berechnet werden. Klaus Koeppl betont die wichtigsten Kostenpunkte:
• Grunderwerbsteuer: variiert je nach Bundesland zwischen 3,5 % und 6,5 % des Kaufpreises.
• Notarkosten und Grundbucheintrag: liegen gewöhnlich bei etwa 1,5 bis 2,0 % des Kaufpreises.
• Maklerprovision: beträgt oft bis zu 3,57 % des Kaufpreises.
Zusätzlich gibt es weitere Kosten, die Bauherren einkalkulieren sollten, wie:
• Baugenehmigungskosten: Diese belaufen sich auf etwa 0,5 % der Bausumme.
• Erschließungskosten: Abhängig vom Baugebiet.
• Bauherrenhaftpflichtversicherung: Ca. 0,1 % des Kaufpreises.
• Bauwesenversicherung: Liegt bei etwa 0,12 % des Kaufpreises.
• Kaufnebenkosten und Fremdfinanzierung
Diese zusätzlichen Kosten können sich je nach individueller Situation auf einen beachtlichen Betrag summieren und sollten in der Finanzplanung nicht außer Acht gelassen werden.
Weitere wichtige Hinweise
Die Übernahme der Finanzierung von Kaufnebenkosten durch Banken ist üblicherweise nicht vorgesehen, was besonders bei fremdfinanzierten Immobilienkäufen zu einer bedeutenden Herausforderung werden kann. Käufer sollten daher, wie Klaus Koeppl rät, „die notwendigen Mittel für diese Kosten als Eigenkapital einplanen.“ Eine sorgfältige Vorbereitung ist entscheidend: Ein ortskundiger Makler kann dabei helfen, den Marktwert realistisch zu bewerten und den Kaufprozess professionell zu begleiten.
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Hinweise
In diesem Text wird aus Gründen der besseren Lesbarkeit das generische Maskulinum verwendet. Weibliche und anderweitige Geschlechteridentitäten werden dabei ausdrücklich mitgemeint, soweit es für die Aussage erforderlich ist.
Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall dar. Bitte lassen Sie die Sachverhalte in Ihrem konkreten Einzelfall von einem Rechtsanwalt und/oder Steuerberater klären.
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